Ärzte Zeitung, 13.10.2005

Impfen gegen Alzheimer durch die Nase

BOSTON (ple). Impfen gegen Alzheimer - dazu gibt es bereits eine klinische Studie, die allerdings abgebrochen werden mußte, weil einige Patienten eine Meningoenzephalitis bekamen.

Am Konzept der Impfung wollen US-Alzheimer-Forscher aber dennoch festhalten. Sie haben deshalb eine Variante entwickelt und sie im Tierversuch - mit Erfolg - getestet. Sie impften Mäuse intranasal mit Beta-Amyloid, das an ein Adjuvans und das MS-Medikament Glatirameracetat gekoppelt war (J Clinical Invest 115/9, 2005, 2423).

Tatsächlich hatten geimpfte Tiere 50 Tage nach der Impfung bis zu 92 Prozent weniger Amyloidfibrillen im Hippocampus als ungeimpfte Tiere. Die Gesamt-Amyloidmenge im Gehirn war um 70 Prozent niedriger. Durch die Impfung werden Mikroglia-Zellen im Gehirn aktiviert, von denen man glaubt, daß sie die Amyloidfibrillen entfernen.

Zumindest ist eine hohe Aktivität dieser Zellen mit einem niedrigen Amyloidspiegel verknüpft. Antikörper sind offenbar an der Verringerung des Alzheimer-Proteins nicht beteiligt.

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