Ärzte Zeitung, 06.10.2006

Curry macht Freßzellen Hunger auf Beta-Amyloid

LOS ANGELES (mut). Viel Curry macht nicht nur das Steak zu einem Genuß, das Gewürz wirkt auch auf Freßzellen appetitanregend: Es stimuliert Makrophagen, Beta-Amyloid aus Alzheimer-Plaques abzubauen. Das berichten Forscher aus Los Angeles in der aktuellen Ausgabe des "Journal of Alzheimer Disease".

Sie hatten Makrophagen von sechs Alzheimer-Patienten isoliert und mit der Substanz Curcumin behandelt, die in Curry zu finden ist. Die so behandelten Makrophagen konnten anschließend besonders effektiv Beta-Amyloid verdauen.

Das ist möglicherweise ein Grund dafür, weshalb mit Curcumin behandelte Mäuse kaum Alzheimer-Plaques bekommen. Curcumin kann problemlos die Blut-Hirnschranke passieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »