Ärzte Zeitung, 15.11.2012

TREM2

Alzheimer-Gen entdeckt

FRANKFURT/MAIN. Forscher haben eine seltene Genvariante gefunden, die mit einem deutlich erhöhten Alzheimer-Risiko einhergeht.

Das Gen kodiert für den Zellrezeptor (TREM2), der etwa auf Mikroglia-Zellen vorkommt, die Zellabfall wie Amyloid phagozytieren und möglicherweise Immunreaktionen auslösen.

Durch Punktmutation kommt es im Eiweiß zum Austausch von Histidin gegen Arginin und damit einem gestörten Abtransport neurotoxischer Produkte. Dieser Befund stützt frühere Studien, wonach Entzündungen für die Demenzpathogenese bedeutsam sind.

Träger der Genvariante erkranken nicht nur öfter, sondern auch früher als Nicht-Träger (NEJM 2012; online 14. November). (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »