Ärzte Zeitung, 15.06.2005

Typ-2-Diabetiker profitieren von Rimonabant

SAN DIEGO (ob). Typ-2-Diabetiker profitieren von einer Behandlung mit Rimonabant gleich mehrfach. Die neue Substanz verringert Körpergewicht und Bauchumfang, verbessert Glukose- und Lipidstoffwechsel und senkt sogar ein wenig den Blutdruck.

Das belegen die auf dem US-Diabetologenkongreß in San Diego erstmals präsentierten Ergebnisse der RIO-Diabetes-Studie. In dieser Studie sind 1045 übergewichtige oder fettleibige Typ-2-Diabetiker ein Jahr mit dem neuen CB1-Antagonisten Rimonabant (5 mg oder 20 mg) oder Placebo behandelt worden. Dr. André Scheen aus Lüttich hat die Ergebnisse für die am stärksten wirksame 20-mg-Dosierung vorgestellt.

Die so Behandelten verloren im Schnitt 5,3 kg Körpergewicht (Placebo: - 1,4 kg). Der Bauchumfang wurde entsprechend geringer. Als Zeichen für eine optimierte Blutzuckereinstellung nahm der HbA1c-Wert bei Rimonabant signifikant um 0,7 Prozentpunkte ab.

Der Plasmaspiegel des HDL-Cholesterins wurde signifikant um 8,4 Prozent erhöht. Zugleich sank die Triglyzerid-Konzentration ebenfalls signifikant um 31,2 Prozent.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So alt sind die Ärzte in Deutschland

Fast jeder dritte niedergelassene Arzt in Deutschland ist jenseits der 60. Wir zeigen in Grafiken, in welchen Fachbereichen die Vergreisung besonders stark ist. mehr »

Deutschland will Zuckerberg bezwingen

Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesundheitsbewusste Ernährung, so die Kritik beim 2. Zuckerreduktionsgipfel. Die Politik will eingreifen. mehr »

Riskanter Psychopharmaka-Einsatz in Altenheimen?

Wie oft bekommen Bewohner deutscher Altenheime beruhigende Medikamente? Diese Frage widmet sich eine jetzt Studie. Anscheinend liegt manches im Argen. mehr »