Ärzte Zeitung, 02.10.2011

Versorgung gleicht soziale Gesundheitsnachteile aus

JENA (eb). Menschen mit einem niedrigeren Sozialstatus sind kränker und sterben früher als die sozial Bessergestellten. Das gilt aber offenbar nicht in der Diabetes-Ambulanz des Jenaer Uniklinikums.

In einer Studie mit 940 Diabetikern wurde belegt: Zu Beginn der Behandlung in der Ambulanz hatten die Diabetes-Patienten mit niedrigem Sozialstatus tatsächlich signifikant höhere und damit schlechtere HbA1c-Werte.

Nach einer im Mittel sechs Jahre dauernden Behandlung waren die Unterschiede zwischen den Patientengruppen dann verschwunden, wie Forscher des Klinikums berichten (DiabeticMedicine 2011; online 14. September).

Erklärt wird dies mit strukturierten Behandlungs- und Schulungsprogrammen und intensiver ambulanter Langzeitbegleitung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Höherer Zuschlag für Terminvermittlung

Das Bundeskabinett will sich heute mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz beschäftigen. Am Entwurf wurde vorab noch gebastelt – er enthält wichtige Änderungen. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »