Ärzte Zeitung, 08.04.2012

Statine: Antidiabetika beeinflussen Compliance

UTRECHT (ob). Patienten mit Typ-2-Diabetes, die schon mit oralen Antidiabetika behandelt werden und dann ein Statin zur Lipidsenkung erhalten, brechen die Statintherapie häufiger ab als Diabetiker, die zuerst das Statin und danach orale Antidiabetika verordnet bekamen.

Diese Beobachtung machten niederländische Forscher in einer Studie bei 2072 Patienten, bei denen zwischen 1999 und 2007 eine Therapie sowohl mit Statinen als auch oralen Antidiabetika begonnen worden war (Diabetes Metab Res Rev 2012; 28: 241).

Insgesamt war die Abbruchrate für die Statintherapie höher als für die antidiabetische Therapie (52,1 versus 15,0 Prozent). Wurde das Statin erst nach der Therapie mit Antidiabetika verschrieben, war die Abbruchrate höher als bei umgekehrter Therapiesequenz (62,8 versus 48,2 Prozent).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Warum bei Dicken das Hirn hungert

Das Gehirn von schlanken und fettleibigen Personen reagiert unterschiedlich auf Energiezufuhr, so eine Studie. Und: Es gibt dabei eine Parallele zwischen Übergewicht und Depression. mehr »

Ärzte kritisieren AfD-Anfrage im Bundestag

Ärzte beschuldigen die Fraktion "Alternative für Deutschland" (AfD), mit zwei gesundheitsbezogenen parlamentarischen Anfragen gezielt Stimmung gegen Migranten zu machen. mehr »

"Je härter der Knoten, desto höher die Krebs-Wahrscheinlichkeit"

Schilddrüsenknoten werden immer häufiger diagnostiziert. Warum das so ist, welche Untersuchungen zur Abklärung nötig sind und welche Methode immer bedeutender wird, erläutert der Endokrinologe Prof. Matthias Schott. mehr »