Ärzte Zeitung, 02.07.2013
 

GKV

Gliptine gewinnen weitere Marktanteile

DPP-4-Hemmer werden inzwischen fast so häufig zulasten der Gesetzlichen Kassen verordnet wie Sulfonylharnstoffe.

WALDEMS-ESCH. Die Bedeutung der Gliptine für die Diabetestherapie nimmt zu: Im vergangenen Jahr betrug der Verordnungsanteil dieser Wirkstoffklasse zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung 16,5 Prozent.

Damit liegen die Gliptine inzwischen beinahe gleichauf mit den Sulfonylharnstoffen, die im Berichtszeitraum einen GKV-Verordnungsanteil von 17,8 Prozent erreichten. Die Zahlen stammen von dem Marktforscher Insight Health.

Demnach gaben die gesetzlichen Kostenträger 2012 für DPP-4-Hemmer insgesamt 716 Millionen Euro aus (zu Apothekenverkaufspreisen vor Abzug von Rabatten und Zuzahlungen). Nach Umsatz betrug der Marktanteil dieser neuesten unter den etablierten oralen Antidiabetika an den GKV-Arzneimittelausgaben 62,2 Prozent. Zum Vergleich: 2011 waren es erst 54,2 Prozent.

Die Marktanteilsgewinne der Gliptine seien gleichmäßig zulasten aller anderen oralen Antidiabetika gegangen, heißt es. Ausnahmen bildeten lediglich Metformin, dessen Umsatz stabil blieb, sowie die Glitazone, die erneut stark verloren. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »