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Protein verursacht Krampfadern

HEIDELBERG (eb). Als Besenreiser sind sie meist nur ein kosmetisches Problem, aber im fortgeschrittenen Stadium werden sie zu einem Gesundheitsrisiko: Varizen.

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Dr. Thomas Korff und seine Arbeitsgruppe vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universität Heidelberg konnten nun zeigen, dass die krankhaften Umbauprozesse in den von Varizen betroffenen Gefäßen durch ein einziges Protein eingeleitet werden.

Als Reaktion auf die Dehnung der Gefäßwände stößt es die Produktion mehrerer an den Veränderungen beteiligter Moleküle an (FASEB J 2011; 25(10): 3613). Die Arbeit eröffnet vielleicht künftig die Möglichkeit, die Entstehung neuer Krampfadern medikamentös zu verlangsamen oder sogar zu verhindern.

Versuche im Ohr der Maus

Die Forscher haben in Blutgefäßen im Ohr der Maus künstlich Prozesse hervorgerufen, die der Bildung von Krampfadern ähneln. Dazu banden sie eine Vene mit einem dünnen Faden ab. Dies führte zu Umbildungen, wie sie für Krampfadern charakteristisch sind.

In den betroffenen Venen stieg zudem die Zellteilungsrate und die Produktion von MMP-2, einem Enzym, das nicht-zelluläre Bestandteile des Bindegewebes der Blutgefäße abbaut, an. Dagegen fehlten Anzeichen für eine Entzündungsreaktion, wie sie bei anderen Gefäßumbildungsprozessen zu beobachten ist.

Ergebnisse gelten auch für Menschen

In einem weiteren Experiment konnten die Forscher nachweisen, dass die an der Maus gewonnenen Ergebnisse auch für den Menschen gelten.

Denn bei Patienten operativ entfernte Krampfadern zeigten die gleichen zellulären und molekularen Veränderungen wie die künstlich erzeugten Krampfadern im Mausohr.

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