Direkt zum Inhaltsbereich

Nach Präeklampsie ist KHK-Prävention besonders wichtig

LONDON (cb). Frauen mit Prä- eklampsie in der Anamnese haben nach einer Studie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Autoren empfehlen daher eine frühzeitige Prävention.

Veröffentlicht:

Die Forscher aus London hatten eine Metaanalyse von 25 Studien mit insgesamt mehr als 3,4 Millionen Frauen Patientinnen erstellt (BMJ online). Demnach war bei Schwangeren mit Präeklampsie die Wahrscheinlichkeit für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich erhöht:

  • das Risiko für Bluthochdruck 3,7-fach,
  • das KHK-Risiko 2,2-fach,
  • das Schlaganfall-Risiko 1,8-fach
  • und das Risiko für venöse Thrombembolien 1,8-fach.

Auswirkungen hat auch der Zeitpunkt der Präeklampsie: Erstgebärende mit Präeklampsie vor der 37. Schwangerschaftswoche hatten sogar ein sieben Mal höheres Risiko später an Bluthochdruck zu erkranken als Frauen mit Präeklampsie nach der 37. Woche. Insgesamt war die Sterberate der ehemaligen Präeklampsie-Patientinnen nach 14 Jahren um den Faktor 1,49 erhöht.

Die Wissenschaftler vermuten daher eine gemeinsame Ursache von Präeklampsie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einen Zusammenhang zwischen Präeklampsie und der späteren Entstehung von Krebs hingegen fanden sie nicht.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Risiko einschätzen und Lebensstil ändern

Diabetes und Vorhofflimmern: Das hilft gegen die gefährliche Kombi

Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Rauchjahre statt Packungsjahre

Lassen sich die Kriterien fürs Lungenkrebs-Screening vereinfachen?

Lesetipps
Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram

Manche Menschen mit Adipositas haben ein vergleichsweise günstiges kardiovaskuläres Risikoprofil: offenbar vor allem diejenigen mit weniger zentraler Fettansammlung. (Symbolbild mit Fotomodell)

© sam richter / stock.adobe.com

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an