Kardiologie

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Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

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Ärzte Zeitung, 09.04.2015

Kongress in Mannheim

Kardiologen ziehen Bilanz

Herzinsuffizienz und Klappenerkrankungen sind aktuelle Herausforderungen, die Infarktsterblichkeit geht in Deutschland aber seit Jahren kontinuierlich zurück.

MANNHEIM. "Es ist eine Erfolgsgeschichte der modernen Kardiologie", betont Professor Christian Hamm aus Bad Nauheim, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). "Die Sterblichkeit aufgrund von Herzinfarkten oder der koronaren Herzkrankheit ist seit Jahren stark rückläufig."

Lag die Zahl der Todesfälle pro 100.000 Einwohner beim akuten Herzinfarkt 1982 noch bei 116,4, hat sie sich bis 2012 beinahe halbiert (65,2).

Bei der chronischen Form der koronaren Herzkrankheit seien die entsprechenden Zahlen in diesem Zeitraum von 207,3 auf 159,2 zurückgegangen, berichtet Hamm in einer Mitteilung der DGK zur 81. Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim.

"Paradoxerweise ist es gerade auch eine Konsequenz dieser Erfolge, dass andere Herzkrankheiten kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Immer mehr Menschen überleben einen akuten Herzinfarkt, erkranken später aber an einer Herzschwäche", so der DGK-Präsident. "Auch die steigende Lebenserwartung erhöht das Risiko von Herzinsuffizienz, Herzklappen- oder Herzrhythmuserkrankungen."

Die Herzinsuffizienz war 2012, wie der aktuelle Deutsche Herzbericht zeigt, mit 386.548 stationären Fällen die zweithäufigste Einzeldiagnose bei vollstationär behandelten Personen, heißt es in der Mitteilung der DGK.

Die Zahl der stationären Herzinsuffizienz-Fälle pro 100.000 Einwohner sei von nur 275 im Jahr 1995 auf 480 (2012) gestiegen.

Im gleichen Zeitraum finde sich bei Herzrhythmusstörungen ein Anstieg von 282 auf 537 Krankheitsfälle pro 100.000 Einwohner (90 Prozent), und bei Herzklappenerkrankungen von 69 auf 105 (52 Prozent). (eb)

Infos zur 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim: www.dgk.org

Lesen Sie dazu auch:
Kardiologen alarmiert: Herzinfarkt trifft immer mehr jüngere Frauen

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