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Metaanalyse

Krebs plus Broken Heart – ein fatales Duo

Eine Krebserkrankung erhöht bei Patienten mit Broken-Heart-Syndrom das Risiko an Herzkrankheiten zu sterben, so Forscher bei dem ESC-Kongress.

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Das Broken-Heart-Syndrom ist in der Medizin bekannt als eine besondere Form der Herzschwäche.

Das Broken-Heart-Syndrom ist in der Medizin bekannt als eine besondere Form der Herzschwäche.

© theaphotography / stock.adobe.com

MÜNCHEN. Patienten mit einem Broken-Heart-Syndrom haben ein doppelt so hohes Risiko, innerhalb von drei Jahren an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben oder erneut in ein Krankenhaus zu müssen, wenn sie aktuell oder zuvor an Krebs erkrankten. Das berichtet die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC).

Eine Studiengruppe mit Forschern aus Italien und Deutschland hatte in einer beim ESC-Kongress vorgestellten Metaanalyse drei Studien mit 554 Patienten untersucht, die wegen eines Broken-Heart-Syndrom in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Jeder fünfte hatte aktuell oder zuvor eine Krebserkrankung.

Das Risiko für ein lebensbedrohliches Herz-Kreislauf-Ereignis, für eine Wiedereinweisung in ein Krankenhaus sowie die Sterblichkeit wegen eines Herz-Kreislauf-Problems innerhalb von drei Jahren war in der Gruppe mit akuter oder vorangegangener Krebserkrankung signifikant höher als in der Kontrollgruppe ohne Krebs. Das Risiko nach der Krankenhaus-Entlassung war in der Krebs-Gruppe doppelt so hoch wie in der Gruppe ohne Krebs.

"Strikte medizinische Überwachung" nötig

"Patienten mit einem Broken-Heart-Syndrom und Krebs brauchen deshalb strikte medizinische Überwachung", wird Studienautor Dr. Francesco Santoro von der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg in der ESC-Mitteilung zum Kongress zitiert.

Die Studienautoren wollen nun die genauen Ursachen für diese Entwicklung untersuchen, gehen aber davon aus, dass diese Patienten von einer Standardbehandlung für Herzinsuffizienz profitieren.

Was ist das Broken-Heart-Syndrom?

  • Das Broken-Heart-Syndrom oder auch Takotsubo-Syndrom, ist ein Typ von Herzschwäche, der plötzlich auftritt und nach Tagen oder Wochen wieder abklingt.
  • Erhöhte Niveaus von Stresshormonen dürften dafür verantwortlich sein. Die Symptome ähneln jenen eines Herzinfarkts.
  • Etwa 30 Prozent der Takotsubo-Syndrome werden durch emotionale Trigger wie Trauer, Ärger oder finanzielle Probleme ausgelöst, aber auch durch freudvolle Momente wie Geburtstage oder Hochzeiten.
  • Bei etwa 40 Prozent der betroffenen Patienten gibt es körperliche Auslöser wie chirurgische Eingriffe, in 30 Prozent der Fälle ist der Auslöser unbekannt.
  • Frühere Studien legten nahe, dass Krebs ein körperlicher Trigger sein könnte. (eb)
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