Ärzte Zeitung online, 03.04.2014

Hypertonie

Blutdruck-Pass stützt Therapie

FRANKFURT AM MAIN. Um die Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks zu vermeiden, propagiert die Deutsche Herzstiftung frühzeitig - beginnend beim Kinderarzt, später beim Hausarzt - regelmäßige Blutdruckmessungen bei jeder Routineuntersuchung und eine konsequente Behandlung, wenn die Werte zu hoch sind.

Für Hochdruckpatienten bietet die Herzstiftung einen Blutdruck-Pass zur täglichen Eintragung der Blutdruck- und Pulswerte sowie des Körpergewichts an.

"Der Blutdruck-Pass ist eine wichtige Hilfe für Arzt und Patient", wird Professor Michael Böhm, Direktor der Medizinischen Klinik III am Uniklinikum Homburg/Saar und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, in einer Mitteilung der Herzstiftung zitiert.

Mit einem Blutdruck-Pass lässt sich die Blutdrucksituation des Patienten der letzten Wochen oder Monate auf einen Blick erfassen und eine optimale Blutdruckeinstellung erreichen.

Dagegen ist eine einmalige Messung in der Sprechstunde häufig nicht repräsentativ und erlaubt nur bedingt Rückschlüsse auf die derzeitige Blutdrucksituation. Grundsätzlich sollte der Blutdruck ab 40 Jahren mindestens einmal pro Jahr gemessen werden, ab 50 Jahren halbjährlich.

Tritt Bluthochdruck bei Geschwistern, Eltern oder Großeltern auf, sollte ab 30 Jahren oder früher der Blutdruck jährlich gemessen werden. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »