Intrakoronare Zelltherapie steigert Herzleistung nach Infarkt

DALLAS (ob). Auf dem Gebiet der Stammzelltherapie zur Reparatur von geschädigtem Herzgewebe haben Kardiologen von der Universität Frankfurt am Main erneut einen Erfolg erzielt.

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Die Kardiologen konnten in der bisher größten kontrollierten Studie zur Zelltherapie nach einem Myokardinfarkt den Beweis erbringen, daß intrakoronar infundierte endotheliale Progenitorzellen aus dem Knochenmark die kardiale Pumpfunktion signifikant verbessert.

Myokardinfarkte führen zum Verlust von kontraktilem Herzgewebe. Die Folgen sind Veränderungen von Herzstruktur und Herzfunktion ("remodeling"), die in eine Herzinsuffizienz münden können.

Ein neues therapeutisches Konzept ist die Transplantation von zur Regeneration befähigten Zell-Typen in das ischämische Myokard. Ein Forscherteam an der Universitätsklinik Frankfurt am Main um Professor Andreas Zeiher arbeitet schon seit längerer Zeit sehr aktiv auf diesem Gebiet.

Diese Gruppe hat nun auf dem Kongreß der American Heart Association in Dallas/Texas Ergebnisse der bislang größten Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie zur Wirksamkeit einer intrakoronaren Zellinfusion vorgestellt.

An dieser Studie waren 204 Patienten mit Myokardinfarkt beteiligt. Ihnen wurde wenige Tage nach erfolgreicher Reperfusionstherapie Knochenmark entnommen. Aus dem Aspirat isolierten die Forscher mononukleäre Progenitorzellen, die dann bei der Hälfte der Patienten per Herzkatheter in die Infarktarterie infundiert wurden; die andere Hälfte erhielt in gleicher Weise ein analoges Placebo.

Gemessen an der linksventrikulären Auswurffraktion (primärer Endpunkt) stellten die Untersucher nach vier Monaten in beiden Gruppen eine Verbesserung der kardialen Pumpfunktion fest. Allerdings war diese Verbesserung der Auswurffraktion in der Gruppe mit Zelltherapie (absolute Zunahme um 5,5 Prozent) signifikant ausgeprägter als in der Placebo-Gruppe (absolute Zunahme um 3,0 Prozent).

Besonders deutlich habe sich die Herzfunktion nach Zellinfusion in der Subgruppe der Patienten mit stark geschädigtem Myokard und relativ niedriger Auswurffraktion gebessert, berichtete Professor Volker Schächinger aus Frankfurt am Main bei dem Kongreß. In dieser Subgruppe nahm die Auswurffraktion absolut um 7,5 Prozent zu.

Auch der Zeitpunkt der Zellinfusion war von Bedeutung: Wurde sie später als fünf Tage nach dem Infarktereignis vorgenommen, war die Verbesserung der kontraktilen Funktion besonders ausgeprägt.

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