Ärzte Zeitung, 07.12.2011

Kommentar

Kooperation im Herzteam gefordert

Von Peter Overbeck

Ist bei koronarer Mehrgefäßerkrankung die Koronarintervention mit Stent-Implantation oder die Bypass-Op das beste Verfahren? Wer darauf eine generelle Antwort erwartet, befindet sich schon auf dem Holzweg. Denn die Entscheidung darüber, welche Revaskularisationsstrategie im Einzelfall die beste Wahl ist, kann nicht pauschal getroffen werden.

Zwar war die Versorgung von Patienten mit koronarer Mehrgefäßerkrankung und/oder Hauptstammstenose jahrzehntelang Domäne der Kardiochirurgen. Doch inzwischen haben sich auch hier die interventionellen Kardiologen mit ihrer kathetergestützten Behandlung ein Indikationsgebiet erobert.

Die bislang beste Grundlage für die Therapieentscheidung bildet die SYNTAX-Studie. Ihre Ergebnisse haben auf beiden Seiten die Erkenntnis reifen lassen: Je komplexer die Koronarveränderungen, desto vorteilhafter die Bypass-Op und desto schlechter die Ergebnisse der interventionellen Therapie.

SYNTAX selbst weist den Weg, wie der zur Therapiewahl führende Entscheidungsprozess in der klinischen Praxis ablaufen sollte: Die Studie ist ein Paradebeispiel für gelungene interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kardiologen und Kardiochirurgen im "Herzteam".

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Bypass-Op hält länger am Leben

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigten sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »

Trivalente Impfstoffe jetzt wegwerfen?

Nach der Empfehlung der STIKO zum Einsatz von tetravalenten Impfstoffen stellt sich die Frage: Was soll jetzt mit noch vorhandenen, trivalenten Impfstoffen geschehen? mehr »