Ärzte Zeitung, 08.06.2007

Roboter-Raupe für die Herztherapie

PITTSBURGH (ple). Er bewegt sich wie eine Raupe auf der Oberfläche eines schlagenden Herzens: der Roboter HeartLander, den US-Forscher um Dr. Marco A. Zenati entwickelt haben. Die Wissenschaftler von der Universität Pittsburgh haben den Roboter inzwischen an einem schlagenden Schweineherzen erfolgreich getestet und ihre Ergebnisse beim zweiten Annual Academic Surgical Congress in Phoenix in Arizona der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit dem Roboter, der an seinem Vorderende eine Miniaturkamera tragen kann, ist es den Forschern gelungen, eine Elektrode, mit der sich Rhythmusstörungen beheben lassen, gezielt in das Myokard zu schieben.

Mit Hilfe von zwei Saugnäpfen, die nicht mehr als drei Zentimeter voneinander entfernt sind, haftet der Roboter auf der Herzoberfläche. Die Saugnäpfe lösen sich rhythmisch abwechselnd vom Herzen. Der Roboter legt in einer Minute bis zu 18 Zentimeter zurück. Platziert wird er innerhalb des Perikards laparoskopisch durch einen kleinen Schnitt unterhalb des Brustbeins. Histologische Tests haben ergeben, dass der Roboter beim Lauf übers Herz die Oberfläche nicht verletzt.

Topics
Schlagworte
Herzrhythmus-Störungen (596)
Organisationen
Phoenix (121)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »