Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 15.02.2005

Was tun bei hohem Risiko für Schlaganfall?

Alle Patienten, die eine TIA oder einen Schlaganfall hatten, sollten in der Regel einen Thrombozytenfunktionshemmer erhalten, raten Neurologen. Welche thrombozytenfunktionshemmende Therapie ist für welche Patienten zu empfehlen?

Professor Christoph Diener von der Neurologischen Universitätsklinik Essen betont: ASS-Monotherapie ist nur bei Patienten mit einem niedrigen Rezidiv-Risiko (unter vier Prozent im Laufe eines Jahres) indiziert. Das sind jüngere Patienten mit Schlaganfall ohne gravierende Folgen oder mit TIA, wenn keine zusätzlichen Risikofaktoren vorliegen und mit dem Gefäßdoppler keine auffälligen Arterienveränderungen sichtbar sind.

Und was ist mit Clopidogrel? Natürlich ist es bei ASS-Unverträglichkeit indiziert. Aber nicht nur. Clopidogrel hat sich, so Diener mit Blick auf die CAPRIE-Studie, besonders bei Patienten bewährt, die zusätzlich eine KHK oder AVK haben, also bei Patienten mit hohem Risiko.

In der MATCH-Studie wurde nachgewiesen, daß die Kombination aus Clopidogrel plus ASS bei Patienten mit hohem Risiko in der Sekundärprävention keinen Vorteil hat im Vergleich zu Clopidogrel. (Rö/ts)

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