Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 09.03.2005

ASS verhindert Schlaganfälle gesunder Frauen

Herzinfarktrisiko wird durch Acetylsalicylsäure in der Primärprävention bei Frauen nicht vermindert

ORLANDO/BOSTON (Rö). Zur kardiovaskulären Primärprävention bei Frauen vermindert niedrigdosiertes ASS die Gefährdung für einen Schlaganfall. Das Risiko für einen Herzinfarkt und die kardiovaskuläre Sterberate werden jedoch nicht beeinflußt.

Dies geht aus der großen Women‘s Health Study hervor, deren Daten beim großen Herzkongreß in Orlando vorgestellt und vom "New England Journal of Medicine" online publiziert worden sind.

An der Studie haben fast 40 000 Frauen ohne kardiovaskuläre Erkrankung im Alter ab 45 Jahren teilgenommen. Sie nahmen nach Zufallsauswahl jeden zweiten Tag 100 Milligramm ASS oder ein Placebo ein, und zwar zehn Jahre lang. Beim kombinierten primären Endpunkt, einem nicht tödlichen Herzinfarkt, einem nicht tödlichen Schlaganfall und kardiovaskulären Tod, ergab sich eine um neun Prozent niedrigere Rate bei ASS als bei Placebo (477 versus 522 Ereignisse). Dies ist nicht signifikant.

Beim sekundären Endpunkt Schlaganfall war die Rate mit ASS jedoch um signifkante 17 Prozent niedriger als mit Placebo, in absoluten Zahlen 221 Schlaganfälle bei ASS und 266 bei Placebo. Die Number needed to treat beträgt damit 500. Bei den sekundären Endpunkten Herzinfarkt oder vaskulärem Tod gab es keine Unterschiede zwischen ASS und Placebo.

Dies ist anders als bei Männern in der ASS-Primärprävention. Bei ihnen reduziert ASS das Herzinfarkt-Risiko, aber kaum das Schlaganfall-Risiko.

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