Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 18.04.2005

Wer Bescheid weiß, ruft rasch den Notarzt

Menschen mit hohem Schlaganfall-Risiko sollten über Symptome und richtiges Verhalten aufgeklärt werden

WIESBADEN (Rö). Es ist wichtig, Menschen mit erhöhtem Schlaganfall-Risiko wiederholt aufzuklären: über die charakteristischen Symptome; darüber, daß eine Therapie in den drei Stunden nach Symptom-Beginn gemacht werden muß, und daß sie sofort den Notruf wählen sollen.

Diese drei Punkte sind wesentlich dafür, ob Schlaganfall-Patienten frühzeitig in die Klinik kommen. Das hat eine Studie von Dr. Nikolaus K. Schmidt von den Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden ergeben. Der Wissenschaftler hatte in einer Studie 174 Patienten kontrolliert, die in der Schlaganfall-Spezialstation aufgenommen worden waren (Nervenarzt 76, 2005, 181).

Ziel war es, mit Hilfe eines Fragebogens herauszufinden, wovon es abhängt, wie schnell ein Schlaganfall-Patient in die Schlaganfall-Station kommt..

Wie zu erwarten war, hat das Bildungsniveau eine Bedeutung: So kamen 52 Prozent der Hochschulabsolventen innerhalb von drei Stunden in die Notaufnahme, aber nur 32 Prozent derer mit Lehre.

Wichtig ist auch die Kenntnis der Symptome. Patienten, die kein Symptom kannten (32 Prozent) benötigten im Median 14 Stunden; bei Kenntnis von einem Symptom waren es sechs Stunden, bei zwei Symptomen vier Stunden. Patienten, die vom Drei-Stunden-Zeitfenster wußten, brauchten nur die Hälfte der Zeit, bis sie den Notarzt riefen, im Vergleich zu denen, die das Fenster nicht kannten.

Insgesamt wurden 36 Prozent im Drei-Stunden-Fenster aufgenommen. Das belegt weiteren Aufklärungsbedarf. Auch sollte bei Symptomen nicht der Hausarzt, sondern der Notruf gewählt werden. Das verkürzt die Zeit zwischen Symptombeginn und Klinkaufnahme.

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