Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 08.03.2010

Auf einen großen Infarkt folgt nicht selten ein Infekt

BAD HOMBURG (ner). Auf einen großen Hirninfarkt folgt nicht selten auch eine Infektion. So treten dreieinhalb Mal mehr Pneumonien nach einer großen Läsion auf als nach einer kleinen.

Darauf hat ein Team um Dr. Jens Minnerup aus Münster hingewiesen. Die Ärzte hatten Daten von knapp 600 Patienten mit ischämischem Schlaganfall oder intrazerebraler Blutung ausgewertet. 12 Prozent der Patienten bekamen kurz nach dem Infarkt eine Pneumonie, 11 Prozent eine Harnwegsinfektion und weitere 17 Prozent andere Infektionen.

Dabei erwies sich die Läsionsgröße als unabhängiger Risikofaktor für Infekte, so Minnerup beim ANIM-Kongress in Bad Homburg. Es ergab sich jedoch kein Zusammenhang zwischen einer bestimmten Hirnregion und Infektionen.

Infektionen nach Apoplexie beeinflussen maßgeblich die Prognose der Patienten. Als Ursachen werden Schluck- und Vigilanzstörungen sowie Maßnahmen wie die mechanische Beatmung angenommen. Außerdem vermutet man immunsuppressive Effekte der zerebralen Schädigung.

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