Ärzte Zeitung, 24.01.2012

Inselspital schult Eltern von Frühgeborenen

NEU-ISENBURG (eb). Eltern frühgeborener Babys erhalten ab Frühsommer 2012 am Inselspital Bern eine noch eingehendere Begleitung und Unterstützung.

"Viele Eltern Frühgeborener erleben den Aufenthalt auf der Neonatologie als Zeit von Unsicherheit, Hilflosigkeit und fehlendem Wissen" wird Pflegeexpertin Liliane Stoffel in einer Mitteilung der Klinik zitiert.

"Wir wollen ihnen helfen, die speziellen Bedürfnisse und Verhaltensweisen ihres Kindes zu erkennen und darauf reagieren zu können."

Das Handwerkszeug für den Start zu Hause bietet das in den USA entwickelte und erprobte Förderprogramm "Cope" (Creating Opportunities for Parent Empowerment).

Programm direkt nach der Geburt

In vier Beratungssequenzen lernen die Eltern durch Cope, wie sie trotz der hochtechnischen Umgebung mit Monitoren und Schläuchen in engen Kontakt mit ihren Kindern treten können.

"Durch Einführung des Programms werden die Eltern kompetent und sicher in der Pflege ihres Kindes vom ersten Tag bis zur Entlassung nach Hause," erklärt Privatdozent Dr. Mathias Nelle, Abteilungsleiter Neonatologie.

Studien zeigen: Eltern, die mit Cope geschult wurden, sind weniger gestresst. Sie fühlen sich sicherer und erleiden seltener Überforderungs-Depressionen.

Weil das Programm bereits kurz nach der Geburt des Kindes einsetzt, wird die Eltern-Kind-Beziehung von Anfang an gefördert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Medizin per Videos patientengerecht erklärt

Bei der Visite oder im Gespräch bemerkten die Mediziner Nicolas und Sebastian Kahl, dass Patienten nur wenig von den Ausführungen des Arztes verstanden haben. So entstand die Idee, Erklärvideos zu produzieren. mehr »