Ärzte Zeitung, 15.09.2006

Wer wenig Testosteron hat, lebt kürzer

SEATTLE (hub). Je niedriger die Konzentration von Testosteron im Blut von Männern ist, desto höher ist die Sterberate.

Das haben Forscher aus Seattle in den USA in einer retrospektiven Kohortenstudie mit fast 900 Kriegsveteranen herausgefunden (Arch Int Med 166, 2006, 1660). Der Testosteronspiegel wurde als niedrig gewertet, wenn er bei zwei Messungen unter 250 ng/dl lag. War das nur bei einer der zwei Messungen so, wurde von einem nur erniedrigten Hormonspiegel gesprochen.

Das Ergebnis während des achtjährigen Beobachtungszeitraums: Von den Männern mit normalem Hormonspiegel starben 20 Prozent, von jenen mit erniedrigtem Spiegel 25 und von jenen mit niedrigem Spiegel 35 Prozent.

Um Nutzen und Risiken einer möglichen Testosteron-Therapie zu klären, seien prospektive Studien erforderlich, so die Forscher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »