Ärzte Zeitung, 28.02.2005

Aids-Forscher wehren sich gegen Vorwürfe

BOSTON (ple). US-Aids-Forscher, die vor kurzem auf eine neue, aggressivere HIV-1-Variante aufmerksam gemacht hatten, stehen zu ihrer Entscheidung, sofort nach ihrer Entdeckung die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Einige Wissenschaftler und Sprecher von Schwulen-Verbänden hatten die Entscheidung kritisiert.

Die Virus-Variante hatten die Wissenschaftler, wie berichtet, bei einem Homosexuellen in New York entdeckt, der offenbar innerhalb weniger Monate nach der Infektion erste Zeichen einer Aids-Erkrankung entwickelte.

Nach Angaben von Professor David Ho, Leiter des Aaron Diamond Aids Research Laboratory in Manhattan, hat sich der Mann vor drei bis 20 Monaten infiziert, wie die "New York Times" berichtet.

Ho berichtete auf der "12. Konferenz über Retroviren und opportunistische Infektion" in Boston, daß sie einen solchen Krankheitsfall noch nicht hatten. Auch in der HIV-Datenbank des Los Alamos National Laboratory sei keine HIV-Varianten mit ähnlichen genetischen oder Resistenzeigenschaften gefunden worden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »