Ärzte Zeitung, 08.07.2010

Neue Option gegen schwere Malaria in Sicht

NEU-ISENBURG (eis). Für die intravenöse Therapie bei schwerer Malaria wird 2011 die Zulassung eines Artesunat-Präparats erwartet. Parenterales Artesunat war verglichen mit Chinin in der SEAQUAMAT-Studie überlegen (Lancet 2005, 366: 717). So war in der Studie die Sterberate unter Artesunat um 35 Prozent im Vergleich zu Chinin reduziert. "Intravenöses Artesunat wird vielfach angewandt, obwohl es noch kein Präparat gibt, das nach internationalen Qualitätsstandards hergestellt wird", sagte Dr. Peter J. Weina vom Walter Reed Army Institute of Research bei der "3rd Northern European Conference on Travel Medicine". Das Unternehmen sigma-tau erwartet nach eigenen Angaben die Zulassung eines Präparats mit Artesunat zur intravenösen Therapie für 2011.

Topics
Schlagworte
Infektionen (15594)
Reisemedizin (1829)
Organisationen
Lancet (1448)
Wirkstoffe
Chinin (31)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lebensmittelallergie kommt oft mit den Jahren

Viele Menschen glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »

Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen

Die Packungsbeilagen etlicher HIV-Selbsttests sind fahrlässig unvollständig: Über die eher geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Test tatsächlich infiziert zu sein, erfahren Anwender nichts. mehr »

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »