Ärzte Zeitung online, 27.01.2016

Zika-Virus

Erster Fall in Costa Rica bestätigt - Däne infiziert

SAN JOSE/AARHUS/WASHINGTON. Das Zika-Virus breitet sich aus: Erstmals ist auch in Costa Rica eine Infektion festgestellt worden. Außerdem ist das Virus bei einem Patienten in Dänemark entdeckt worden, der sich bei einer Reise nach Süd- und Lateinamerika angesteckt haben soll. Das teilte die Uniklinik in Aarhus am Mittwoch mit.

Eine Untersuchung habe die Infektion am Dienstagabend bestätigt. Der Patient werde ambulant behandelt. "Sein Zustand ist gut", hieß es.

In Costa Rica sei eine 25 Jahre alte Frau, die sich in Kolumbien angesteckt habe, betroffen, teilte das Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes mit. Die Behörden bereiteten sich auf weitere Fälle vor.

Auch in der Karibik wurden neue Infektionen mit dem Zika-Virus bestätigt. Puerto Rico registrierte seit Dezember 19 Fälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das Virus könne von Touristen in das US-Außengebiet gebracht worden sein, hieß es.

US-Präsident Barack Obama hat bei einem Treffen mit Gesundheitsexperten währenddessen zu größeren Anstrengungen bei der Erforschung des Zika-Virus aufgerufen. Man brauche eine verbesserte Diagnostik, zudem müssten Impfstoffe und Heilungsansätze entwickelt werden, sagte Obama nach dem Treffen am Dienstag laut Angaben des Weißen Hauses.

Alle Amerikaner müssten sich über das Virus sowie über Möglichkeiten informieren können und wissen, wie sie sich vor einer Infektion schützen könnten. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »