Ärzte Zeitung online, 20.05.2019

Schutzfaktor entdeckt

Dengue-Viren können Zika-Viren „entschärfen“

BRAUNSCHWEIG. Beim Zika-Ausbruch in Südamerika wurden ja viele Kinder mit Mikrozephalie geboren. Besonders oft trat die Fehlbildung im Nordosten Brasiliens auf. Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben die Gründe für diese regionale Häufung untersucht (EID 2019; online 15. Mai).

Fündig wurden sie bei einem überraschenden Schutzfaktor: Zunächst hatten sie vermutet, dass Antikörper gegen das Dengue-Virus bei einer späteren Zika-Infektion zur Schädigung des Fötus beitragen.

Man wisse seit Längerem, dass diese Antikörper unter bestimmten Bedingungen Infektionen verstärken können, teilt das an der Studie beteiligte Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit.

Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein: „Unsere Studie zeigt, dass frühere Dengue-Infektionen gegen Zika-assoziierte Schädigungen schützen“, so Studienautor Professor Jan Drexler vom DZIF in der Mitteilung. (bae)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf diese Arzneien sollten Ärzte bei Hitze achten

Auf bis zu 40 Grad soll das Thermometer diese Woche klettern. Ein Risiko für viele Patienten – vor allem unter bestimmten Medikamenten. mehr »

Pflege geht auf die Psyche und den Rücken

Der aktuelle TK-Gesundheitsreport 2019 hat die Gesundheit der Menschen in Pflegeberufen untersucht. Das Ergebnis zeigt deutlich: Die Belastung in dieser Branche ist hoch. mehr »

Mehr Beratung für mehr Organspenden!

Der Bundestag berät heute zwei Initiativen zur Reform der Organspende in Deutschland. Jüngst kam von einem Experten Kritik an einem der Entwürfe: zu teuer. Das ist „unseriös“, kontert eine Parlamentarierin. mehr »