Injektionshilfen gegen Nadelstiche

MÜNCHEN (wst). In Deutschland gibt es jährlich bis zu 500 000 berufsbedingte Stichverletzungen mit Injektionsnadeln. Das haben arbeitswissenschaftliche und berufsgenossenschaftlichen Untersuchungen ergeben. Die meisten dieser Verletzungen passieren beim unnötigen Versuch, nach einer Injektion wieder die Schutzhülse über die Nadel zu stülpen.

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Darauf hat Andrea Maiwald, Vorstandsmitglied der Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpfleger aus Düsseldorf aufmerksam gemacht. Arbeitsmediziner schätzen, daß nur 10 bis 15 Prozent aller berufsbedingten Nadelstichverletzungen vom medizinischen Personal gemeldet werden, sagte Maiwald auf einer Pressekonferenz des Unternehmens Amgen in München.

Denn viele Betroffene neigen zur Bagatellisierung solcher Verletzungen und scheuen den Aufwand, den eine Dokumentation inklusive der dann eventuell erforderlichen HIV- und Hepatitis-Infektions-Prophylaxe nach sich ziehen würde.

Etwa 70 Prozent aller gemeldeten Nadelstichverletzungen geschehen bei der Entsorgung der Nadeln, und zwar meist beim Wiederaufsetzen der Schutzkappe. Man könne Ärzte und Pflegekräfte nicht oft genug daran erinnern, diesen ebenso unnötigen wie gefährlichen "Ordnungstick" zu unterlassen, sagte Maiwald.

Die gebrauchten Nadeln und Fertigspritzen seien in den heute üblichen Entsorgungsboxen auch ohne Kappe sicher verwahrt. Auch im Interesse der Arbeitssicherheit begrüßte Maiwald innovative Injektionshilfen wie zum Beispiel den Insulin-Pen-ähnlichen SureClick™, den das Unternehmen für seinen subkutan zu applizierenden Erythropoese-stimulierenden Faktor Darbepoetin alfa (Aranesp®) anbietet.

Der Vorteil: Bei diesem System schnellt die Nadel nach der Injektion automatisch wieder in die Hülle der Injektionshilfe zurück.

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