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Hepatitis C: Leberhilfe fordert mehr Tests

KÖLN (eb). Risikogruppen werden nur unzureichend auf Hepatitis C untersucht. So hätten die Ergebnisse neuerer Studien ergeben, dass 81 Prozent der Infektionen bei Menschen auftreten, die zwischen 1945 und 1967 geboren wurden, teilt die Deutsche Leberhilfe e.V. (DLH) mit.

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Inzwischen soll die US-Behörde Centers for Disease Control and Prevention sogar überlegen, allen zwischen 1945 und 1965 geborenen Menschen einen einmaligen Bluttest auf HCV-Antikörper zu empfehlen.

In den USA sind aktuell 800.000 Fälle von Hepatitis-C-bedingter Zirrhose bekannt. Drei Viertel dieser Betroffenen sind Männer.

Die jetzige Analyse zeige in den USA, dass jedoch gerade in dieser Gruppe viel seltener getestet werde als etwa bei jungen Frauen, welche das statistisch niedrigste Risiko haben.

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli

Studien weisen darauf hin, dass auch in Europa viele Diagnosen viel zu spät erfolgen, so die DLH weiter. Der europäische Hepatologenverband EASL schätze, dass allein in Westeuropa 0,4 bis 3 Prozent der Bevölkerung von Hepatitis C betroffen sind.

In Osteuropa und im Mittleren Osten geht man von einer noch deutlich höheren Verbreitung aus.

In Deutschland schätzt das Robert Koch-Institut, dass 400.000 bis 500.000 Menschen chronisch mit HCV infiziert sein könnten. Nur eine Minderheit dieser Betroffenen ist diagnostiziert.

Die DLH weist daraufhin, dass der Welt-Hepatitis-Tag auch dieses Jahr wieder am 28. Juli stattfindet. Das Motto wird sein: "Näher als Du denkst: Das ist Hepatitis - Informier Dich. Schütz Dich. Lass Dich testen."

www.leberhilfe.org

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