Ärzte Zeitung online, 19.01.2018

Robert Koch-Institut

Impfung gegen Influenza ist weiter sinnvoll

BERLIN. Die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist bundesweit zurückgegangen. Die ARE-Aktivität wurde deshalb auf geringfügig erhöht zurückgestuft, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut. Das RKI empfiehlt, Risikopersonen ohne Impfschutz noch zu impfen.

In der Woche bis zum 14. Januar (2. KW) wurden 2569 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI gemeldet; seit Beginn der Saison Anfang Oktober waren es 6433 Fälle einschließlich 14 Toten; 11 der Gestorbenen waren über 60 Jahre alt. Etwa jeder dritte Influenza-Patient musste diesen Winter stationär behandelt werden. Seit Ende des Jahres wurden zudem neun Ausbrüche mit mehr als fünf Fällen gemeldet, darunter einer in Schule und fünf in Krankenhäusern.

Die trivalenten Influenzavakzinen (TIV) sind gegen die momentan in Deutschland am häufigsten zirkulierenden Grippeviren nur bedingt wirksam, berichtet das RKI weiter. So werden zurzeit bei etwa 60 Prozent der Influenza-Nachweise B-Viren der Yamagata-Linie gefunden.

Dieser Subtyp ist nur im quadrivalenten Impfstoff (QIV) enthalten. Bei TIV-geimpften Hochrisikopatienten sollte daher eine Nachimpfung mit QIV erwogen werden, empfiehlt das RKI. Dazu gehören Patienten unter Immunsuppression oder mit schweren Grunderkrankungen. Ab nächster Saison empfiehlt die STIKO zudem in Deutschland QIV als Standard. (eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »