Ärzte Zeitung online, 21.11.2016

Bericht an WHO

Masernausrottung in Deutschland stockt

Masernausrottung in Deutschland stockt

Deutschland ist weit entfernt von einer Masernausrottung. Hilft es, mehr Kinder zu impfen?

© Alena Ozerova / fotolia.com

BERLIN. Deutschland kommt beim Kampf gegen Masern laut einem Expertenbericht nicht voran. Das Land sei im vergangenen Jahr so weit von der Ausrottung der Krankheit entfernt gewesen wie lange nicht, schreibt die Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln am Robert Koch-Institut (RKI) in dem am Montag veröffentlichten Report. Dieser ist an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerichtet.

2015 war demnach von großen Masernausbrüchen geprägt. Gemeldet wurden 2464 Masern-Fälle, im Jahr zuvor waren es 442. Für eine Ausrottung der Masern hätte es weniger als einen Fall pro eine Million Einwohner geben dürfen, also nur rund 80 Fälle oder weniger.

Die Zahl der Fälle schwankt von Jahr zu Jahr stark. Der gesamte amerikanische Kontinent hingegen wurde Ende September als frei von Masern erklärt. (dpa)

Topics
Schlagworte
Masern (118)
Innere Medizin (35683)
Organisationen
RKI (1935)
WHO (3204)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wann Bergsteigen fürs Herz schädlich ist – und wann nicht

Forscher haben Studien zu herzkranken Bergsteigern ausgewertet und geben Tipps, was Ärzte bei welcher Krankheit beachten müssen. mehr »

Deutlich mehr Masernfälle in der Europäischen Region

In der Europäischen Region der WHO gab es 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. mehr »

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitsinformationen sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich künftig ändern. mehr »