Ärzte Zeitung, 08.05.2012

Antibiotikum-Gel gegen Borreliose: Probanden gesucht

KÖLN (eb). Die Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln nimmt jetzt die im vergangenen Jahr gestartete Studie zum Thema Borreliose wieder auf.

Die Forscher testen dabei ein neues Behandlungskonzept, das die Infektion zeitnah nach dem Stich durch das Auftragen eines antibiotikahaltigen Gels unterbinden soll.

"Jetzt werden die Zecken wieder aktiv - dementsprechend wollen wir jetzt noch einmal auf unsere laufende Studie zum Thema Borreliose aufmerksam machen", wird Professor Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Uniklinik Köln in einer Mitteilung der Klinik zitiert.

Derzeit sind circa 360 Personen in die multizentrische Studie eingeschlossen. "Um zu signifikanten Ergebnissen zu kommen, brauchen wir bundesweit noch etwa 800 weitere Studienteilnehmer", so Fätkenheuer.

Zur Studie zugelassen sind Personen zwischen 18 und 80 Jahren, die von einer Zecke gebissen wurden und die Zecke noch in der Haut haben oder diese mitbringen können.

Interessierte Patienten können sich auf www.zeckenstudie.com informieren oder über die Telefon-Hotline 00800 / 21 51 -36 92 oder per E-Mail: studienbuero-infektiologie@uk-koeln.de Kontakt aufnehmen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Warum bei Dicken das Hirn hungert

Das Gehirn von schlanken und fettleibigen Personen reagiert unterschiedlich auf Energiezufuhr, so eine Studie. Und: Es gibt dabei eine Parallele zwischen Übergewicht und Depression. mehr »

Ärzte kritisieren AfD-Anfrage im Bundestag

Ärzte beschuldigen die Fraktion "Alternative für Deutschland" (AfD), mit zwei gesundheitsbezogenen parlamentarischen Anfragen gezielt Stimmung gegen Migranten zu machen. mehr »

"Je härter der Knoten, desto höher die Krebs-Wahrscheinlichkeit"

Schilddrüsenknoten werden immer häufiger diagnostiziert. Warum das so ist, welche Untersuchungen zur Abklärung nötig sind und welche Methode immer bedeutender wird, erläutert der Endokrinologe Prof. Matthias Schott. mehr »