Direkt zum Inhaltsbereich

Hunde können Blasenkrebs erschnüffeln

AMERSHAM (ug). Hunde können Blasenkrebs riechen. Das hat ein britisches Forscherteam um Dr. Carolyn M. Willis vom Krankenhaus in Amersham zum ersten Mal in einer Studie nachgewiesen (BMJ 329, 2004, 712).

Veröffentlicht:

Wissenschaftler vermuten schon länger, daß Tumoren flüchtige organische Substanzen abgeben. Hunde mit ihrem guten Geruchssinn sind in der Lage, diese zu riechen, selbst wenn sie nur in geringen Mengen im Urin vorkommen.

Sechs Hunde verschiedener Rassen sind sieben Monate lang trainiert worden, Urin von Blasenkrebs-Patienten zu erkennen. Von sieben Urin-Proben stammte jeweils eine von einem Patienten mit Blasenkrebs. Die anderen Proben waren von Gesunden oder Patienten mit anderen Krankheiten außer Krebs.

Die Forscher hatten dazu den Urin von 36 Blasenkrebs-Patienten und 108 Kontrollpersonen gesammelt. Trainierte Hunde erkannten 22 von 54 Blasenkrebs-Patienten. Das ist eine Trefferquote von 41 Prozent. Untrainierte Hunde dagegen erbrachten nur eine Zufallsquote von 14 Prozent.

Bei einer Probe eines vermeintlich Gesunden schlugen übrigens alle Hunde an. Der Arzt dieses Mannes wurde stutzig, untersuchte ihn noch einmal gründlich und entdeckte ein Nierenkarzinom.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

ESMO-Kongress 2026

Neue HER2-gerichtete Therapie braucht gutes Diarrhö-Management

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Rauchjahre statt Packungsjahre

Lassen sich die Kriterien fürs Lungenkrebs-Screening vereinfachen?

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zähneknirschen

Wann Hausärzte an Bruxismus denken sollten – und was dann zu tun ist

Lesetipps
Arzt füllt Rezept aus

© Bernhard Schmerl / stock.adobe.com

Verordnungen

Praxisbesonderheiten werden erst bei neuen Vereinbarungen abgeschafft

Blutgefäß mit Thrombose.

© Tinttrex / stock.adobe.com / Generated with AI

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht