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"Zukunft der Onkologie sind innovative Arzneien"

BERLIN (gvg). Von Antikörpern, Signaltransduktionshemmstoffen und Hemmstoffen der Angiogenese sind die größten Fortschritte bei der Krebstherapie zu erwarten. Das ist zumindest das Ergebnis einer Umfrage unter führenden Krebsexperten in Deutschland.

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Für die vom Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in Auftrag gegebene Erhebung des Marktforschungsinstituts Psychonomics wurden Ende 2004 insgesamt fünfzig Wissenschaftler aus der Krebsforschung in Deutschland befragt. Sie kamen jeweils zur Hälfte aus forschenden pharmazeutischen Unternehmen und aus nicht-industriellen Krebsforschungseinrichtungen.

Vor allem in die Antikörper wird offenbar großes Vertrauen gesetzt: Für 55 Prozent der Befragten sind sie die großen Hoffnungsträger der nächsten zehn Jahre. Jeweils ein Drittel erwartet sich Fortschritte durch Hemmstoffe der Signaltransduktion oder der Angiogenese.

Ebenfalls einen hohen Stellenwert gegeben wird der individualisierten Krebstherapie, bei der genetische Merkmale der Tumore die Art der Therapie von Krebspatienten beeinflussen. "Das größte Verbesserungspotential wird dabei dem Darmkrebs zu gesprochen", so Professor Torsten Strohmeyer, Krebsexperte bei dem Unternehmen GlaxoSmithKline. Auch die Aussichten bei der Bekämpfung des Brustkrebses werden eher positiv gesehen.

Skeptisch äußerten sich die Befragten zum Krebsforschungsstandort Deutschland. Daß die Bundesrepublik in Zukunft einen großen Beitrag zur globalen onkologischen Forschung leisten wird, konnte sich nur jeder vierte Befragte vorstellen. Wichtigste Gründe für die Skepsis sind schlechte finanzielle Rahmenbedingungen und eine restriktive Gesetzgebung, was jeweils von jedem Zweiten beklagt wurde. "Zu viel Bürokratie" nannte jeder vierte.

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