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Durch Onko-Update auf dem neuesten Stand

BERLIN (ars). Am 26. Januar wird in Berlin mit dem Thema Onkologie die zertifizierte Fortbildungsreihe "Update-Kongresse" für 2007 eröffnet. Die Veranstaltung in diesem Monat richtet sich vor allem an Onkologen. Speziell für Hausärzte und Internisten gibt es ebenfalls Updates, in denen unter anderem die Onkologie berücksichtigt ist. Sie folgen im April und November.

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Die Referenten stellen wichtige Studien des vorigen Jahres vor und erläutern, was sich praktisch in der Therapie geändert hat. Darauf hat Professor Lothar Kanz aus Tübingen, der das Seminar im Januar wissenschaftlich leitet, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" hingewiesen.

Jeweils 12 bis 16 Fortbildungspunkte erkennen die Ärztekammern für die Seminare an. Der Veranstalter med update in Wiesbaden hat die Fortbildungsveranstaltungen zu Krebs für drei Kollegengruppen maßgeschneidert: für Onkologen, Internisten und Allgemeinmediziner.

Das Praxis-Update richtet sich speziell an Hausärzte

Die Veranstaltung am 26. und 27. Januar richtet sich vor allem an Onkologen und vermittelt ihnen die Krebstherapie bis in alle Einzelheiten. Vom 27. bis 28. April wird dann ein Praxis-Update für Allgemeinmediziner stattfinden. Neben Bereichen wie Kardiologie oder Diabetes geht es auch um Onkologie. Ziel ist nicht, die Kollegen über Details einer Krebsbehandlung zu informieren, die sie selbst gar nicht machen.

"Vielmehr wollen wir weitergeben, was Hausärzte beachten sollten, die Tumorpatienten betreuen. Das erleichtert das Mithalten mit dem Zug der Innovationen", sagte Kanz. Das Update für Internisten am 22. und 23. November 2007 in Wiesbaden wiederum ist auf die Bedürfnisse von Kollegen der Inneren Medizin zugeschnitten.

Die Kollegen erhalten Tipps zur Betreuung von Krebspatienten

Als Beispiel nannte der Onkologe das Plasmozytom: Bisher bestand die Therapie meist in der Kombination von Melphalan mit Prednison. Seit kurzem gibt es neue Substanzen wie Bortezomib oder Thalidomid. Bei beiden besteht die Gefahr, dass sie die Nerven schädigen. Betreuen Hausärzte Patienten, die von der Klinik aus mit solchen Wirkstoffen behandelt werden, können sie mit ihrem Update-Wissen gezielt nach entsprechenden Symptomen fragen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Für die Betreuung von Patienten mit Kolonkarzinom sollten Hausärzte Angiogenese-Hemmer wie Bevacizumab kennen. Und wissen, dass sie die Gefäßsprossung effektiv blockieren, aber keine Wundermittel sind. Damit beträgt die mittlere Überlebenszeit bei metastasiertem Kolonkarzinom etwa zwei Jahre, mit den herkömmlichen Substanzen nur anderthalb Jahre. Allerdings bewirkt Bevacizumab bei einem Fünftel der Patienten eine Hypertonie. Wer darüber Bescheid weiß, wird bei Krebskranken, die den Wirkstoff bekommen, regelmäßig Blutdruck messen.

Im fortgeschrittenen Stadium eines Nierenkarzinoms wird zunehmend Sorafenib angewandt. Beim Update ist zu erfahren, dass dieser Kinase-Hemmer Signale beim Tumorwachstum stört. Oder was gegen die Hautausschläge hilft, die einige Patienten bekommen. Kanz: "Allgemein gebe ich meinen Zuhörern den Rat: Wenn Ihnen etwas Atypisches auffällt, überweisen Sie die Patienten großzügig wieder an die Klinik."

Anmeldung bei: COCS, Vera Meinold, Franz-Joseph-Str. 38, 80801 Müchen, Fax: 089 / 3 07 10 21, Internet: www.onko-update.com



STICHWORT

Update-Kongresse

Die Update-Kongresse sind eine Fortbildungsreihe für Ärzte. Beginn war im Februar 2005. Die zweitägigen Seminare zu Fachgebieten der Medizin finden jeweils einmal pro Jahr statt. Dabei wird besonderer Wert auf Praxisnähe gelegt. 2007 gibt es ein Pneumo-, Praxis-, Gastro-, Diabetes-, Rheuma-, Onko-, Kardio- und Internisten-Update. Experten referieren und kommentieren die wichtigsten klinischen Studien, die im vorangegangenen Jahr in internationalen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Jeder Teilnehmer enthält einen Seminarordner mit den Studien und eine CD-ROM mit allen Vorträgen. (ars)

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