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Schulter-Arm-Schmerzen bei Rauchern sollten stutzig machen

BERLIN (gvg). Hinter hartnäckigen Schulter-Arm-Beschwerden steckt nicht selten ein Bronchialkarzinom. Darauf haben Pneumologen auf dem Deutschen Ärztekongreß in Berlin hingewiesen.

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Weil Bronchialkarzinome häufig lange Zeit ohne Symptome bleiben oder sich allenfalls durch einen wenig störenden Husten bemerkbar machen, wird die Diagnose oft erst in einem weit fortgeschrittenem Stadium gestellt. Umso wichtiger ist es, in den Fällen, in denen Symptome auftreten, diese auch zu erkennen und richtig zu interpretieren.

Abgesehen von andauerndem Husten mit Auswurf sollten bei Menschen in mittlerem oder höherem Alter vor allem therapieresistente Schulter-Arm-Beschwerden stutzig machen, so Professor Peter Dorow von den Berliner DRK-Kliniken Mark Brandenburg.

Die Periarthritis humeroscapularis sei eine der häufigsten Fehldiagnosen bei Patienten mit Bronchialkarzinom. Nicht selten würden Patienten monatelang mit intra-artikulären Injektionen therapiert, bevor jemand auf die Idee komme, eine Röntgenthorax-Aufnahme anzufertigen, sagte Dorow auf dem Kongreß.

Die Alarmglocken läuten sollten auch bei unklaren Thrombosen, vor allem bei Rauchern. Außerdem sind Synkopen und andere neu auftretende zerebrale Symptome bei Erwachsenen verdächtig. "Ein Großteil der Bronchialkarzinome wird derzeit von Neurologen oder Neurochirurgen diagnostiziert, die Rundherde im Hirn als Metastasen identifizieren", so Dorow.

Eine frühzeitige Diagnose ist beim Bronchialkarzinom besonders wichtig: Denn die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Patienten mit Tumoren in den frühesten Stadien - also den Stadien Ia und Ib - liegt bei 38 bis 67 Prozent, bei fortgeschrittener Erkrankung sinkt sie praktisch auf Null. Insgesamt überlebten derzeit nur fünf Prozent aller Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchial-Ca die ersten fünf Jahre, sagte Dorow.

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