Ärzte Zeitung, 27.03.2013

Darmkrebs

Erfolgsmodell betriebliche Vorsorge

darmkrebsm-L.jpg

Die Teilnahmequoten sind in Betrieben doppelt so hoch wie bei den Angeboten der Kassen.

LUDWIGSHAFEN. Angebote in Betrieben zur Darmkrebsvorsorge erhöhen die Akzeptanz um das Doppelte. Das ist die Bilanz nach zehn Jahren Darmkrebsvorsorge bei der Firma BASF SE in Ludwigshafen mit Unterstützung der Stiftung Lebensblicke.

Dort gibt es seit 2001 ein strukturiertes Angebot zur Darmkrebsfrüherkennung für Mitarbeiter - zu 80 Prozent sind es Männer. Sie erhalten im Rahmen der jährlichen betriebsärztlichen Untersuchung einen kurzen Fragebogen zum familiären Darmkrebsrisiko sowie einen Stuhlbluttest.

Die Teilnahmerate an der Darmkrebsvorsorge lag in den letzten zehn Jahren immer bei 35 Prozent und damit doppelt so hoch wie in der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge, sagte der Leiter Gesundheitsförderung in der werksärztlichen Abteilung des Chemiekonzerns, Dr. Stefan Webendörfer jetzt in Ludwigshafen.

Stuhlbluttest bei 24.500 Mitarbeitern

Vor drei Jahren wurde "wegen der besseren Ergebnisse" auf einen immunologischen Test umgestellt. Insgesamt haben nach der Auswertung seit 2004 24.500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Stuhlbluttest gemacht, der bereits ab dem Alter von 45 Jahren angeboten wird.

Bei 1526 Probanden ergab sich ein positiver Befund. Sie erhielten die Empfehlung für eine weiterführende Diagnostik bei einem Gastroenterologen.

Bei 603 wurde eine Koloskopie vorgenommen. 211 waren unauffällig, bei etwa 200 Patienten wurden Krebsvorstufen entdeckt, bei 144 Hämorrhoiden. (bd)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »