Kommentar

Keine einfache Lösung bei Krebs

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Die Entstehung von Krebs folgt keinem einfachen und keinem einheitlichen Muster. Die einstige Hoffnung von Onkologen, mit wenigen, breit wirksamen Arzneien bei jedem Patienten mit einem bestimmten Tumortyp gleichermaßen erfolgreich zu sein, wurde bald stark gedämpft. Innerhalb der vergangenen drei Dekaden verzeichneten Krebsforscher jedoch ernorme Fortschritte in der Aufklärung der Krebsentstehung.

Dr. Robert A. Weinberg aus Cambridge in Massachusetts und Dr. Douglas Hanahan aus Lausanne in der Schweiz sprechen sogar von "Myriaden" von Therapieansätzen, die inzwischen aufgrund der neuen Erkenntnissein Studien geprüft oder bereits in der Klinik angewendet werden.

Bestes Beispiel für den Erfolg: Die zielgerichtete Therapie von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie, die von dem Tyrosinkinase-Hemmer Imatinib oder von Nachfolgepräparaten profitieren. Es zeichnet sich ab, dass die Patienten durch diese Therapie eine Lebenserwartung haben wie die übrige Bevölkerung.

Eine einfache und einheitliche Lösung zur Therapie kann es wegen der Komplexität der Krebsentstehung also nicht geben. Doch durch die neuen Entwicklungen sind Onkologen auf einem guten Weg, das Beste für Krebspatienten herausholen zu können.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Personalisierung in der Onkologie erfordert Umdenken

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Durvalumab im Real-World-Vergleich

© Springer Medizin Verlag

ED-SCLC

Durvalumab im Real-World-Vergleich

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Praxis-PC, Konnektor und andere Elektrogeräte

Elektroschrott: Wie Praxen Altgeräte sicher entsorgen

Lesetipps
Knochen schematisch dargestellt

© crevis - stock.adobe.com

Komplikationen

Bei Diabetes mellitus auch die Knochen in den Blick nehmen

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen