Gesundheitskompetenz

Hohes Vertrauen in von ärztlichen Fachgesellschaften besiegelte Gesundheitsinfos im Netz

Gesundheitsinformationen im Internet gibt es zuhauf - aber wem Vertrauen? Gäbe es ein Qualitätssiegel, so zeigt eine Umfrage der AOK Hessen eine klare Präferenz bezüglich des Garanten.

Veröffentlicht:
Männerhände mit einem Tablet und geöffneter Google-Suche.

Ist das immer vertrauenswürdig, was „Doktor Google“ bei der Suche nach Gesundheitsinformationen anzeigt?

© Teerasan / stock.adobe.com

Bad Homburg. Sofern Gesundheitsinformationen aus dem Internet von ärztlichen Fachgesellschaften beglaubigt wären, würden 86 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage im Auftrag der AOK Hessen diese für glaubwürdig halten. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen gelten mit 85 Prozent als sehr vertrauensvolle Garanten, staatliche Behörden und gesetzliche Krankenkassen kommen noch auf einen Wert von 83 Prozent. Abgeschlagen hingegen Pharmaunternehmen mit lediglich 21 Prozent.

Hintergrund der repräsentativen Befragung ist die weit verbreitete Suche nach Erkrankungen, Symptomen und Therapien im Netz – und die damit unweigerlich verbundene Frage nach deren Zuverlässigkeit. Grundsätzlich würden demnach 67 Prozent der Befragten in Hessen einem Siegel ihr Vertrauen schenken, das zeigt, dass konkrete Informationen fachlich geprüft sind. Bei den Jüngeren (18- bis 39 Jahre) liegt dieser Wert sogar bei 77 Prozent.

Anerkanntes Siegel fehlt aktuell

Allerdings, so stellt die AOK Hessen auch klar, existiert ein solches Siegel aktuell nicht. Die Kasse verweist jedoch zumindest auf ihren „AOK-Fachprüfungsstempel“, der garantieren soll, dass medizinische Inhalte auf allen AOK-Kanälen vorab von Fachleuten inhaltlich auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft worden seien. (bar)

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