Ärzte Zeitung, 06.05.2013

Gliome

Molekulare Marker für die Prognose

NEU-ISENBURG. Gliome mit Deletionen im kurzen Arm (p) auf Chromosom 1 und im langen Arm (q) auf Chromosom 19 sprechen besser auf Radio- und Chemotherapie an. Eine 1p/19q-Deletion verbessert die Prognose. Sie tritt bei etwa 90% der Grad-II- und der Hälfte der Grad-III-Gliome auf.

Methylguanin-Methyltransferase (MGMT) ist ein wichtiges Enzym zur DNA-Reparatur. Eine Hypermethylierung des MGMT-Promotors legt das MGMT-Gen lahm. DNA-Schäden werden nicht mehr so gut repariert, die Gliomzellen reagieren empfindlicher auf Zytostatika und Strahlen. Methylierung tritt bei einem Drittel der Glioblastome auf.

Isocitrat-Dehydrogenasen (IDH) werden für den Zitratzyklus benötigt und sind daher für den Zellstoffwechsel wichtig. Mutationen in den Genen für die Enzyme IDH1 und IDH2 sind bei Gliompatienten prognostisch günstig, kommen bei primären Glioblastomen aber selten vor. (mut)

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