Ärzte Zeitung, 31.05.2005

BUCHTIP

Gastroenterologie in neuer Form aufbereitet

Von A wie AAT-Mangel (AAT steht dabei für Alpha-1-Antitrypsin) bis Z wie Zystische Fibrose bietet das "Therapielexikon Gastroenterologie & Hepatologie" , herausgegeben von Professor Heinz Florian Hammer von der Universitätsklinik in Graz, übersichtlich und prägnant praxisrelevante Vorschläge für die Therapie gastroenterologisch oder hepatologisch erkrankter Patienten.

Unter dem Buchstaben D zum Beispiel geht es etwa um die Divertikulose, das Dumping-Syndrom oder den Dog and Cat Flea Tapeworm, besser als Bandwurmerkrankung bekannt, weshalb hier auch ein Querverweis dorthin erfolgt.

Nach einer festen Gliederung werden jeweils Synonyme und der englische Begriff für die Erkrankung genannt, es folgen Definition und Tips zu allgemeinen Maßnahmen wie Lebensstiländerung und Diät sowie zur medikamentösen und eventuell endoskopischen und operativen Therapie. Ergänzend gibt es etwa Hinweise zur Prognose der Patienten und Tips zur weiterführenden wissenschaftlichen Literatur.

Alphabetisch erfaßt sind aber auch, um beim Buchstaben D zu bleiben, Begriffe wie Doppel-Pigtail-Katheter oder Dormia-Körbchen, für die dann ebenfalls - soweit vorhanden - synonyme Begriffe genannt werden, gefolgt vom englischen Begriff, der Definition und einer Erläuterung der therapeutischen Anwendung.

Aufgeführt sind in dem Therapielexikon aber auch Wirkstoffe, die in Arzneien enthalten sind, die in der Gastroenterologie und der Hepatologie Bedeutung haben. Dazu gehört, um nochmals beim Beispiel des Buchstabens D zu bleiben, etwa Domperidon. Auch hier werden zur weiteren Information der englische Begriff genannt, sowie in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz gebräuchliche Fertigarzneimittel.

Es folgen Informationen zum Anwendungsgebiet, zur Dosierung, zu Darreichungsformen, zur Wirkung und Pharmakodynamik aber auch zu Neben- und Wechselwirkungen der Substanz.

Hammer ist es damit gelungen, das Wissen in der Gastroenterologie und Hepatologie in einer Form aufzuarbeiten, wie sie in keinem Lehrbuch zu finden ist. Das "Therapielexikon Gastroenterologie & Hepatologie" kann damit allgemeinmedizinisch tätigen Kollegen, Kollegen in der Ausbildung zum Facharzt, aber vielleicht selbst noch erfahrenen Gastroenterologen und Hepatologen gute Dienste leisten. (mal)

Heinz Florian Hammer (Hrsg.): Therapielexikon Gastroenterologie und Hepatologie, Springer-Verlag, 2005, 623 S., 57 Abb., Euro 64,95, ISBN 3-540-00865-9

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »

Das Brexit-Brimborium

Unser Londoner Blogger Arndt Striegler hat alle Tests bestanden und ist nun britischer Staatsbürger. Doch auch als Passinhaber ist er sich sicher: Die Briten werden nach dem EU-Ausstieg nicht besser dastehen als vorher. mehr »