Ärzte Zeitung, 08.07.2009

Hoffnung auf neue Arzneien bei Reizdarm

HEIDELBERG (eb). Dem Reizdarm-Syndrom mit Durchfällen könnten genetische Veränderungen zugrunde liegen, die die Reizleitung im Darm stören. Entscheidend scheint das Hormon Serotonin zu sein, so Dr. Beate Niesler in einer Mitteilung der Uni Heidelberg.

Offenbar verändern die Genmutationen den Aufbau oder die Zahl der Rezeptoren, wodurch es zu einer Überreizung des Darms, Störungen im Wasserhaushalt und Durchfällen kommt. Abhilfe könnte das Medikament Alosetron schaffen, das in den USA bereits zugelassen. Es hemmt die Serotonin-Rezeptoren im Darm und verlangsamt so den Stuhltransport.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »