Ärzte Zeitung, 16.09.2005

Wer Gefühle zuläßt, hat ein besseres Gedächtnis

Wer im Kino zum Taschentuch greift, hat länger etwas vom Film: Denn die erinnern sich am besten an ein besonderes Erlebnis, die währenddessen ihre Gefühle nicht unterdrücken.

James Gross von der Stanford University in Kalifornien und Jane Richards von der University of Texas in Austin zeigten 57 Freiwilligen einen aufregenden Film über einen Op-Eingriff. Nachher wurden die Probanden befragt, inwieweit sie ihre Gefühle versteckt hätten - und an was sie sich überhaupt erinnern, ("New Scientist" 2517, 2205, 13).

Das Ergebnis: Je mehr die Teilnehmer um Haltung gerungen hatten, umso schlechter war ihre Erinnerungsleistung. Gross folgert, daß die Anstrengung, seine Gefühle zu kontrollieren, zugleich Kapazitäten für Merkfähigkeit beschränkt. "Das kann einen regelrecht blöd machen." (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »