Ärzte Zeitung, 23.11.2011

Verhaltenstherapie hilft bei chronischer Erschöpfung

ERLANGEN (eb). Eine Bewegungstherapie und vor allem die kognitive Verhaltenstherapie haben sich beim chronischen Erschöpfungssyndrom CFS bewährt. Zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) liegen aussagekräftige Daten vor, wie Dr. Alexandra Martin von der Uniklinik Erlangen berichtet(Psychotherapeut 2011; 56: 231-238).

Zwar seien die Studienergebnisse recht uneinheitlich, es zeigten sich aber moderate Effekte, die Signifikanz erreichen. Vor allem die Schwere der Fatigue und die damit verbundenen Funktionseinschränkungen besserten sich mittelfristig.

Auch Schlafstörungen und Depressionen würden gelindert. Mittlerweile gibt es sogar Studienergebnisse zur KVT bei Kindern: Viele konnten wieder zur Schule gehen, und das bereits nach relativ kurzer Intervention.

Beschwerden sind reversibel

Ziel der KVT ist, Wahrnehmung und Verhalten zu verändern, die das CFS und resultierenden Beeinträchtigungen aufrechterhalten.

Die Patienten realisieren, dass die Beschwerden temporär und reversibel sind. Zudem lernen sie Bewältigungsstrategien für Probleme, die durch CFS entstehen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »