Ärzte Zeitung, 26.01.2012

Überstunden fördern Risiko für Depressionen

LONDON (dpa). Langfristig mehrere Überstunden am Tag erhöhen das Risiko für eine schwere Depression. Dies ergab eine Langzeitstudie mit mehr als 2000 Angestellten britischer Behörden.

Bei Menschen mit drei bis vier Überstunden täglich war demnach die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Depression deutlich höher als bei Angestellten ohne Mehrarbeit.

Die Forscher um Marianna Virtanen vom University College London und dem Finnischen Institut für Arbeitsmedizin in Helsinki berichten über die Ergebnisse der sogenannten White hall-II-Studie (PLoS ONE 7(1): e30719).

In die Studie flossen Daten von 1626 Männern und 497 Frauen ein, im Mittel waren sie 47 Jahre alt. Sie wurden zwischen 3,8 und 7,2 Jahre begleitet.

Elf Prozent von ihnen arbeiteten im Schnitt elf Stunden und mehr am Tag. Bei einer ersten Untersuchung wurde ausgeschlossen, dass die Angestellten bereits psychische Beschwerden hatten.

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