Ärzte Zeitung online, 09.10.2013

Depressionen

Lithium bevorzugt weiße Substanz

MÜNCHEN. Das Antidepressivum Lithium reichert sich in der weißen Gehirnsubstanz stärker an als in der grauen, haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) nachgewiesen (Med. Phys. 2013; 40, 023501).

Das lasse vermuten, so eine Mitteilung der TUM, dass es anders wirkt als synthetische Psychopharmaka.

Die Gewebestücke wurden an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der TUM mit einem eigens entwickelten Detektor untersucht, um eine genaue Landkarte der Verteilung von Lithium im Gehirn anzufertigen und so die Wirkung des Stoffs auf die menschliche Psyche besser verstehen zu können.

Nur bei den Proben eines depressiven Patienten, der mit Lithium behandelt worden war, beobachteten die Forscher eine höhere Anreicherung des Lithiums in der weißen Substanz, dort also, wo die Nervenbahnen laufen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lebensmittelallergie kommt oft mit den Jahren

Viele Menschen glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »

Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen

Die Packungsbeilagen etlicher HIV-Selbsttests sind fahrlässig unvollständig: Über die eher geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Test tatsächlich infiziert zu sein, erfahren Anwender nichts. mehr »

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »