Ärzte Zeitung, 26.03.2010

Niedriger IQ nach Valproat-Exposition im Mutterleib

WIESBADEN (mut). Dass eine Valproat-Therapie in der Schwangerschaft das Risiko von Fehlbildungen erhöht, ist bekannt. Eine Studie hat nun belegt, dass auch die Intelligenz der Kinder unter fetaler Valproat-Exposition leidet. Hatten epilepsiekranke Frauen während einer Schwangerschaft Valproat eingenommen, so lag später der IQ der Kinder im Schnitt bei 92, dagegen war er bei Müttern mit Carbamazepin, Lamotrigin oder Phenytoin normal, so Professor Bernhard Steinhoff vom Epilepsiezentrum Kork.

Eine signifikante Intelligenzminderung gab es nur bei Valproat-Dosen über 1500 mg pro Tag, unter 1000 mg/d sei das Risiko tolerabel, wenngleich Ärzte Valproat bei Frauen, die bald schwanger werden könnten, nur zurückhaltend anwenden sollten, so Steinhoff bei der Veranstaltung Neuro Update in Wiesbaden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

Kein Frühstück = höheres Diabetes-Risiko

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko für Diabetes. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Gutachter schlagen neuen Pflege-TÜV vor

Weg mit den umstrittenen Pflegenoten, ist das Ziel eines neuen Pflege-TÜVs. Im Mittelpunkt soll nicht mehr die Dokumentation stehen, sondern die Ergebnisqualität stehen. mehr »