Ärzte Zeitung, 10.01.2005

Gute Compliance mit Aripiprazol bei Schizophrenie

BERLIN (gvg). Bei einer Therapie von Schizophrenie-Patienten mit dem partiellen Dopaminagonisten Aripiprazol (Abilify®) kommt es seltener zu Therapie-Abbrüchen als mit dem klassischen Neuroleptikum Haloperidol. Auch bei den Negativsymptomen wirkt die neue Arznei besser.

"Aripiprazol wirkt bei Schizophreniepatienten sowohl auf die Positiv- wie auf die Negativsymptomatik", sagte die Ärztin Dr. Sieglinde Modell auf einer von Bristol-Myers Squibb und Otsuka Pharmaceuticals unterstützten Veranstaltung in Berlin. Die Medizinische Direktorin bei Bristol-Myers Squibb berichtete von einer Studie mit knapp 1300 Patienten mit einer akuten Schizophrenie-Episode, die 52 Wochen lang entweder mit 30 mg Aripiprazol oder mit 10 mg Haloperidol behandelt wurden.

Dabei sei es in beiden Gruppen bei knapp der Hälfte der Patienten zu einer mindestens dreißigprozentigen Verbesserung nach der PANSS (Positive and Negative Symptome Scale) gekommen. In diese Schizophrenie-Skala gehen sowohl Positivsymptome wie Halluzinationen als auch Negativsymptome wie Apathie und Antriebslosigkeit ein.

Wurde lediglich die Entwicklung der Negativsymptome in die Auswertung einbezogen, dann schnitt Aripiprazol besser ab als Haloperidol. So nahmen die auf der Montgomery-Asberg-Skala gemessenen Depressionssymptome bereits acht Wochen nach Behandlungsbeginn stärker ab als mit Haloperidol.

Unterschiede zwischen beiden Gruppen gab es auch bei der Therapietreue: "In der Haloperidol-Gruppe brach jeder zweite Patient die Behandlung innerhalb von zwölf Monaten ab", so Modell in Berlin. Bei den Patienten, die Aripiprazol einnahmen, war das dagegen nur bei jedem Dritten der Fall.

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