Ärzte Zeitung, 14.04.2016

Schizophrenie

Arznei in 3-Monatsformulierung

NEUSS. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) hat die Zulassung von Trevicta®, der 3-Monatsformulierung von Paliperidonpalmitat zur Erhaltungstherapie bei Schizophrenie, in der Europäischen Union empfohlen. Im Falle der Zulassung werde es das erste Medikament für Schizophrenie sein, das nur viermal pro Jahr angewendet werden muss, teilt der Hersteller Janssen-Cilag mit. Es biete damit das bisher längste Dosierungsintervall eines Antipsychotikums.

Bei Paliperidonpalmitat handelt es sich um ein atypisches Antipsychotikum. Mit Xeplion® gibt es in der EU bereits eine einmal monatlich anzuwendende Formulierung des Wirkstoffs zur Therapie von Patienten mit Schizophrenie. Der Antrag für die Marktzulassung von Trevicta® in der EU basiert auf zwei Phase-III-Studien: In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Multicenter-Studie zur Rückfallprävention mit über 500 Schizophrenie-Patienten habe eine Überlegenheit von Trevicta® gegen Placebo nachgewiesen werden können, heißt es in der Mitteilung. In einer ebenfalls randomisiert und doppelblind durchgeführten klinischen Studie, in der die Wirksamkeit und Verträglichkeit der 3- und der 1-Monatsformulierung von Paliperidonpalmitat miteinander verglichen wurden, sei Trevicta® Xeplion® nicht unterlegen gewesen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »