Ärzte Zeitung, 14.10.2008

Hirnvolumen sinkt mit steigender Menge an Alkohol

CHICAGO (hub). Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto stärker nimmt das Hirnvolumen ab.

Diese negative lineare Beziehung haben US-Forscher nach Auswertung der Daten von fast 1900 Erwachsenen im mittleren Alter von 60 Jahren belegt (Arch Neurol 65, 2008, 1363). Daten zur Ernährungsweise lagen seit 1971 durch regelmäßige Befragungen vor. 1999 bis 2001 fanden MRT- und Gesundheitsuntersuchungen statt. Der Zusammenhang zwischen abnehmendem Hirnvolumen und konsumierter Alkoholmenge war bei Frauen stärker als bei Männern.

Unabhängig von einem möglichen Herzschutz durch geringe Alkoholmengen profitiert das Gehirn jedenfalls nicht durch die Droge, resümieren die Forscher. Auch kleine Mengen reduzierten das Volumen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »