Ärzte Zeitung, 20.06.2014

Häufige Kombi

Sucht und Schlafstörung

Suchtkrankheiten sind oft von Schlafstörungen begleitet. Verordnete Schlafmittel sollten kein eigenes Abhängigkeitspotenzial haben.

CASTROP-RAUXEL. Bei Patienten mit Suchterkrankungen sind psychische Störungen ja eine häufige Begleiterscheinung. Schlafstörungen gehören auch dazu.

Ausschlaggebend für den gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus ist die innere Uhr im Nucleus suprachiasmaticus des Hypothalamus, erinnert das Unternehmen Medice aus Anlass der Fachtagung "Störfaktoren in der Suchttherapie" der salus klinik, Castrop-Rauxel.

Der von der inneren Uhr generierte circadiane Rhythmus werde durch Melatonin mit dem 24-stündigen Tag-Nacht-Zyklus synchronisiert. Bei Dunkelheit wird das Neurohormon aus der Epiphyse freigesetzt. Sein Blutspiegel steigt kurz nach Einbruch der Dämmerung rapide an und fällt in den frühen Morgenstunden wieder ab.

Anders als kurzwirksame Melatoninpräparate, die zu einem transienten Spitzenwert des Melatoninspiegels führen, stimuliere Circadin® infolge der retardierten Freisetzung von Melatonin bei abendlicher Einnahme das physiologische Sekretionsprofil des Neurohormons, so der Hersteller.

Klinische Studien bei insgesamt knapp 3200 Patienten mit primärer Insomnie belegten, dass Circadin® die natürliche Schlafarchitektur erhält, die Einschlaflatenz verkürzt, Schlafqualität sowie die morgendliche Wachheit bessert.

Das Mittel induziere keine Abhängigkeit, keine Rebound-Effekte und habe auch keinen Einfluss auf Motorik, Kognition, Gedächtnis sowie Unfallneigung. Die Wirkung bleibe auch unter Langzeittherapie von bis zu 60 Wochen ohne Reboundeffekte bestehen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »

Tuberkulose - tödlichste Infektionskrankheit

1,6 Millionen Menschen starben im vergangenen Jahr an Tuberkulose, berichtet die WHO. Damit bleibt TB die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. mehr »