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Ärzte Zeitung, 07.04.2004

Neues Fentanyl-Pflaster klebt besonders gut

Nach drei Tagen noch 80 Prozent gute bis sehr gute Klebefähigkeit / Wirkstoff ist in Polyacrylat-Matrix enthalten

FRANKFURT AM MAIN (hbr). Bei starken chronischen Schmerzen ist transdermales Fentanyl bekanntlich eine gute Option. Das bewährte Membran-Pflaster Durogesic® wird zudem ab 1. Mai einen verbesserten Nachfolger haben: Das Matrixflaster Durogesic SMAT®, das kleiner ist als sein Vorgänger und besonders gut klebt.

Goldstandard in der Therapie von Patienten mit starken chronischen Schmerzen sei Morphin, Fentanyl sei aber eine gute Alternative, so Professor Helge Beck bei einer Veranstaltung von Janssen-Cilag in Frankfurt am Main. Ein wesentlicher Vorteil eines Pflastersystems im Gegensatz zur oralen Opioidanwendung sei die kontinuierliche Wirkstoffabgabe über 72 Stunden, sagte der Schmerztherapeut vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf.

Das habe etwa zur Folge, daß das Opioid auch bei Schluckproblemen der Patienten angewendet werden kann. Zudem träten mögliche unerwünschte Opioideffekte seltener auf, etwa Müdigkeit und Verstopfung. Mit transdermalem Fentanyl stabil eingestellte Patienten seien sogar verkehrstüchtig.

Die Anwendung des neuen Pflasters, bei dem das Kürzel "SMAT" für "Super-Matrix" steht, werde nun noch einfacher: Es ist dünner, flexibler, kleiner und klebt besser als sein Vorgänger, wie Professor Rüdiger Gröning von der Universität Münster gesagt hat. Das Pflaster, dessen Matrix aus Polyacrylat besteht, wird auf eine saubere, haar- und reizfreie Stelle des Oberkörpers geklebt.

Die Hautverträglichkeit ist gut: "Es gibt praktisch keinen Patienten, der auf Acrylate allergisch reagiert", so Gröning. Die Klebefähigkeit sei hervorragend. Sie wurde im Vergleich zum Vorgänger stark verbessert. In einer Untersuchung mit mehr als 500 Probanden haftete das neue Pflaster auch nach drei Tagen noch zu über 80 Prozent gut bis sehr gut.

Am 1. Mai soll das neue Matrixpflaster nach Angaben des Unternehmens erhältlich sein. Das neue Produkt ist je nach Wirkstärke 26 bis 44 Prozent kleiner. Das 25-µg/h-Pflaster etwa mißt statt 18,7 nur 10,5 cm². Die Wirkstärken sind dosisproportional, also zwei 25 µg/h-Pflaster haben die Wirkung eines 50 µg/h-Pflasters. Bei stärkerem Schmerz können so mehrere Pflaster kombiniert werden.

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